Ostern 2026: Wenn der Friede stirbt – und die Hoffnung bleibt
- 1 Apr 2026
- Klaus Huber

Aus dem Schreibgiebel · Ostern 2026
„Verrücktheiten" – das erste Gedicht liest sich wie eine Karfreitags-Meditation. Der Ruf nach Frieden wird zum Hohn, wenn ihm nur der Tod folgt:
Verrücktheiten
Wer nicht verrückt wird in der Welt,
scheint selbst verrückt – bis er sich stellt
dem, was ihn zum Verrückt-sein treibt,
wenn Friede weit in Ferne bleibt.
Solange Macht unbändig, wild
nur noch lauthals nach Frieden brüllt,
wird Ruhm verpasst, den nicht erwirbt,
wer duldet, dass der Friede stirbt.
Der Ruf nach Frieden wird zum Hohn,
folgt ihm nur bitterer Tod als „Lohn".
Klaus Huber
Wie bewahren wir inneren Frieden, wenn die Welt tobt? Das zweite Gedicht sucht nach Gelassenheit – und findet am Ende die Frage, die seit Jahrhunderten die Passionszeit prägt:
Größte Kunst
Die größte Kunst in dieser Zeit
ist stoische Gelassenheit.
Wenn die Welt auch noch so tobt
– wer nun Gelassenheit gelobt,
begibt sich auf sehr schmalen Grat,
der neben sich Untiefen hat.
Neutral zu bleiben – dies wird schwer
und reißt die Seele hin und her.
Eine Lösung – kaum in Sicht –
wäre Sehnsucht, letztlich Pflicht.
Was den inneren Frieden stört:
Ob der Himmel es erhört,
dass die Guten sich zwar müh'n,
schließlich doch den Kürzeren zieh'n?
Viele seufzen doch: Oh, Gott,
wann kommt Hilfe in der Not?
Klaus Huber
Das Osterfest ist seit jeher die Antwort auf dieses Seufzen: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Durch die Dunkelheit des Karfreitags hindurch leuchtet das Licht der Auferstehung.
Über den Autor
Klaus Huber, geboren in Achern, ist pensionierter Grundschullehrer, Lyriker und freier Autor. Als „Klaus vom Dachsbuckel" verbindet er in seinen Gedichten der Begegnung und Ermutigung Heimatverbundenheit mit christlichen Werten und feinsinnigem Humor.
Weitere Werke: www.klausvomdachsbuckel.de

Klaus Huber, pensionierter Grundschullehrer aus Achern, widmet sich mit Leidenschaft der Lyrik und dem geschriebenen Wort. Als freier Autor und ehemaliger freier Mitarbeiter der regionalen Presse und ebenso als Textdichter für Chormusik, (wobei er nur Texte in deutscher Sprache verfasste), schafft er Gedichte der Begegnung, der Ermutigung und der Lebenshilfe. Seine vielfältigen Werke reichen von Auftragsgedichten für festliche Anlässe über Chorliedertexte hin zu besinnlichen Aphorismen. Mit seinen Lesungen in Gemeindezentren und bei kulturellen Veranstaltungen bereichert er das kulturelle Leben der Ortenau. Als überzeugter Ökumeniker und Initiator sozialer Projekte wie „ISS gemeinsam" verbindet er in seinem Schaffen christliche Werte mit warmherziger Menschlichkeit. Seine Gedichte und Texte sind in mehreren Büchern und auf liebevoll gestalteten Spruchkarten erschienen. Hinweis zur Verwendung der Gedichte und Texte Liebe Leserinnen und Leser, die Gedichte und Texte von Klaus Huber sind Geschenke des Herzens, die gerne geteilt werden dürfen. Wir bitten Sie jedoch herzlich dabei, das Urheberrecht zu respektieren. Bei Unsicherheit über die Verwendung – sei es für Geburtstage, Jubiläen oder andere Anlässe – sprechen Sie gerne direkt mit dem Autor. Klaus Huber freut sich über jeden persönlichen Kontakt! Für die private Nutzung seiner Texte und Gedichte bittet Klaus Huber lediglich um die Nennung seines Namens als Urheber. Über eine kleine Spende für seine Kaffeekasse würde er sich natürlich besonders freuen – denn auch Poeten leben nicht nur von Luft und Liebe, sondern schätzen die Wertschätzung ihrer Arbeit. Kontakt für Anfragen: Klaus Huber ist telefonisch erreichbar unter 07841 / 53 81 oder über seine Webseite www.klausvomdachsbuckel.de

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