Aus dem Schreibgiebel: Klaus Huber über sein Refugium und das innere Ringen

  • 21 Mär 2026
  • Klaus Huber

Klaus Huber: Refugium und inneres Ringen

Der Acherner Lyriker gewährt Einblick in seinen kreativen Rückzugsort – und kündigt eine neue Rubrik an

Der Ort, an dem die Verse entstehen

Es gibt Orte, die mehr sind als vier Wände. Der Schreibgiebel von Klaus Huber ist so ein Ort. Hoch oben, mit Blick über den Dachsbuckel, steht dort sein kleiner, gemütlicher Schreibtisch – und wenn der bald 80-jährige Lyriker sich dorthin zurückzieht, geschieht etwas Besonderes: Die Gedichte kommen zu ihm.

„Immer, wenn ich mich in den Schreibgiebel zurückziehe, geht es nicht lang, bis mir wieder ein neues Gedicht einfällt", erzählt Klaus Huber. Dieser Zusammenhang zwischen Ort und Inspiration hat ihn nun zu einem neuen Gedicht bewogen – und zu einer Idee, die seine Leser freuen dürfte.

Refugium – Wo Gedanken freien Lauf haben

Das erste Gedicht ist eine Liebeserklärung an seinen Schreibgiebel. Es beschreibt, wie der Rückzug in diesen besonderen Raum den Alltag hinter sich lässt und neue Kraft spendet:

Refugium

Bislang aus des Alltags Übel
befreit mich wirksam der Schreibgiebel,
wohin ich mich zurückziehe,
manchem Trubel gern entfliehe.

Freien Lauf haben Gedanken
ohne auferlegte Schranken.

Aus ihm steige ich dann munter
und gekräftigt wieder runter,
um nach tief erlebtem Frieden
Alltag neu die Stirn zu bieten.

Klaus Huber · März 2026

Was für ein Bild: Der Dichter steigt hinauf in seinen Giebel, lässt den Trubel unten zurück, und oben – in der Stille – dürfen die Gedanken frei sein. Keine Schranken, keine Normen, nur der reine Fluss der Inspiration. Und dann, gestärkt und „munter", kehrt er zurück in die Welt, um ihr „neu die Stirn zu bieten".

Der Schreibgiebel wird zum Sinnbild für jeden Ort
der inneren Einkehr – jeder braucht sein Refugium.

Inneres Ringen – Den eigenen Weg gehen

Das zweite Gedicht greift tiefer. Es handelt von der Treue zu sich selbst, vom Mut, eigene Wege zu gehen, auch wenn nicht alle sie verstehen:

Inneres Ringen

So manche Wege musst du gehen,
wenn auch nicht alle sie verstehen.

Was wir in unserem Leben treiben
– es geht darum, sich treu zu bleiben.

Nicht hilfreich wirken alle Normen,
die es verhindern, uns zu formen.

Werte, an denen wir uns messen,
werden die nach uns kaum vergessen.

Klaus Huber · März 2026

Hier spricht die Erfahrung eines langen Lebens. Klaus Huber weiß: Nicht jeder Weg, den wir gehen, findet Verständnis. Aber das darf uns nicht davon abhalten, authentisch zu bleiben. Die „Normen", von denen er spricht, sind jene äußeren Erwartungen, die uns manchmal mehr einengen als formen.

Die Werte, an denen wir uns messen,
werden bleiben – auch wenn wir längst gegangen sind.

„Aus dem Schreibgiebel" – Eine neue Rubrik entsteht

Klaus Huber hat eine Idee, die uns begeistert: Künftig sollen seine Beiträge unter dem Titel „Aus dem Schreibgiebel" erscheinen – als wiederkehrende Rubrik, die den Leser direkt in sein kreatives Refugium mitnimmt.

Dazu plant er, uns bei einem nächsten Besuch ein Foto zu ermöglichen: Klaus Huber an seinem kleinen Schreibtisch im Giebel, dort, wo die Verse entstehen. Dieses Bild soll dann als Erkennungszeichen für alle kommenden Beiträge dienen.

Wir freuen uns auf diesen besonderen Einblick – und halten unsere Leser auf dem Laufenden. Bis dahin gilt: Die Gedichte aus dem Schreibgiebel finden ihren Weg zu uns. Und wir geben sie weiter.

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Über den Autor

Klaus Huber, geboren in Achern, ist pensionierter Grundschullehrer, Lyriker und freier Autor. Als „Klaus vom Dachsbuckel" verbindet er in seinen Gedichten der Begegnung und Ermutigung Heimatverbundenheit mit christlichen Werten und feinsinnigem Humor. In diesem Jahr feiert er seinen 80. Geburtstag.

Weitere Werke: www.klausvomdachsbuckel.de

Klaus Huber

Klaus Huber, pensionierter Grundschullehrer aus Achern, widmet sich mit Leidenschaft der Lyrik und dem geschriebenen Wort. Als freier Autor und ehemaliger freier Mitarbeiter der regionalen Presse und ebenso als Textdichter für Chormusik, (wobei er nur Texte in deutscher Sprache verfasste), schafft er Gedichte der Begegnung, der Ermutigung und der Lebenshilfe. Seine vielfältigen Werke reichen von Auftragsgedichten für festliche Anlässe über Chorliedertexte hin zu besinnlichen Aphorismen. Mit seinen Lesungen in Gemeindezentren und bei kulturellen Veranstaltungen bereichert er das kulturelle Leben der Ortenau. Als überzeugter Ökumeniker und Initiator sozialer Projekte wie „ISS gemeinsam" verbindet er in seinem Schaffen christliche Werte mit warmherziger Menschlichkeit. Seine Gedichte und Texte sind in mehreren Büchern und auf liebevoll gestalteten Spruchkarten erschienen. Hinweis zur Verwendung der Gedichte und Texte Liebe Leserinnen und Leser, die Gedichte und Texte von Klaus Huber sind Geschenke des Herzens, die gerne geteilt werden dürfen. Wir bitten Sie jedoch herzlich dabei, das Urheberrecht zu respektieren. Bei Unsicherheit über die Verwendung – sei es für Geburtstage, Jubiläen oder andere Anlässe – sprechen Sie gerne direkt mit dem Autor. Klaus Huber freut sich über jeden persönlichen Kontakt! Für die private Nutzung seiner Texte und Gedichte bittet Klaus Huber lediglich um die Nennung seines Namens als Urheber. Über eine kleine Spende für seine Kaffeekasse würde er sich natürlich besonders freuen – denn auch Poeten leben nicht nur von Luft und Liebe, sondern schätzen die Wertschätzung ihrer Arbeit. Kontakt für Anfragen: Klaus Huber ist telefonisch erreichbar unter 07841 / 53 81 oder über seine Webseite www.klausvomdachsbuckel.de